FAQ - Häufig gestellte Fragen "Mittelbauprogramm"

Aktualisiert April 2016

 

Frage: Wie zwingend ist der Abgabetermin? Sind Nachreichungen möglich?

Antwort: Absolut zwingend! Sie müssen der Koordinierungsstelle (und dem MWK) spätestens am Tag der Dead line ihre Anträge in elektronischer Form (als pdf) zugesandt haben.

Nachreichungen, auch von Teilen, sind nicht möglich. Die Papierform mit dem Anschreiben der Hochschulleitung dagegen kann auch etwas später eintreffen; sollte aber den Poststempel der Dead line tragen.

 

Frage: Was passiert, wenn der gewünschten Umfang des Antrags, also die Seitenzahl überschritten wird.

Antwort: Ich kann nur an alle appellieren, dies nicht zu tun, denn die Gutachter sollen nicht mit überdimensionierten Anträgen und umfangreichen Anlagen überfrachtet werden. Bei erkennbarer Überschreitung der Seitenzahlen bin ich gehalten, diese Anträge zurückzuweisen.

 

Frage: Die Auflistung meiner betreuten Arbeiten und/oder Publikationen würde den vorgegebenen Rahmen für den Umfang der Anträge sprengen. Was kann ich tun?

Antwort: Analog bei DFG-Anträgen würde ich nur die wichtigsten betreuten Arbeiten (Promotionen) und Publikationen der letzten 3 bis 5 Jahre auflisten, ansonsten die Zahl der Gesamtarbeiten und Veröffentlichungen nennen.

 

Frage: Kann ich auch einen Antrag stellen, wenn ich die Schwelle der eingeworbenen Drittmittel von 200.000 Euro im Schnitt von drei Jahren nicht bringe, sondern knapp darunter liege?

Antwort: Leider nicht, denn es muss eine Grenze geben. Wir wissen, dass bei jeder Grenze immer eine Gruppe ausgeschlossen ist, die knapp darunter liegt. Wenn wir aber jemanden zulassen, der 199.000 Euro bringt, warum dann nicht auch jemanden der 195.000 oder 180.000 zusammenbekommt? 200.000 Euro wurde gewählt, weil das i.d.R. eine Arbeitsgruppe von rund 4 bis 5 Personen (Projektleiter plus 3 bis 4 Mitarbeiter) bedeutet. Die Grenze wurde gegenüber der letzten Auschreibung auch deshalb erhöht, weil dieses Mal weniger Mittel zur Verfüung stehen und die Zahl der Personen, die die frühere 150.000 Euro-Grenze überschreiten würde, gewachsen ist. Es macht wenig Sinn, viele Personen zur Antragstellung zuzulassen, wissend, dass ein recht großer Prozentsatz nicht zur Förderung kommt.

 

Frage: Ich bin erst zwei (oder ein Jahr) an der Hochschule, habe in dieser Zeit aber schon für jedes Jahr 200.000 Euro eingeworben. Kann ich einen Antrag stellen?

Antwort: Wer erst ein oder zwei Jahre an der Hochschule ist, kann einen Antrag stellen, wenn er/sie im Schnitt von drei Jahren auch die 200.000 Euro nachweist. D.h. bei Berufung in 2014 müsste er/sie für 2014 und 2015 jeweils ca. 300.000 Euro eingeworben haben und bei Berufung in 2015 für dieses Jahr schon über die 600.000 Euro, um die "Null" der anderen Jahre auszugleichen.

 

Frage: Ich bin erst zwei (ein) Jahr(e) an der Hochschule, hatte aber vorher, bei meiner früheren Dienststelle, hohe Drittmittelprojekte: Zählen diese mit?

Antwort: Nein, es geht nur um Drittmittelprojekte, die an der Hochschule durchgeführt wurden. Wer Projekte "mitbringt", kann für diese auch nur den Anteil zählen, der schon an der Hochschule verbucht wurde. Alles andere würde zu einer Verzerrung und ungleichen Bedingungen für die Hochschulen führen.

 

Frage: Wenn ich mich mit einem Kollegen zusammentue, kommen wir gemeinsam über die Schwelle. Sind auch „Gruppenanträge“ möglich?

Antwort: Nein, es handelt sich um eine personenbezogene Förderung. Sofern mehrere Personen ein Projekt gemeinsam durchführen und diese als gleichberechtige Projektleiter gelten, muss die Summe auf die Personen verteilt werden. Siehe Ausschreibungsunterlagen.

 

Frage: Ich habe z.B. im Jahr 2014 ein Projekt mit 300.000 Euro und einer Laufzeit von drei Jahren genehmigt bekommen. Kann ich diese 300.000 Euro voll dem Jahr 2012 zuschlagen?

Antwort: Bitte nicht! Nach den Spielregeln, wie sie auch für die Jahresbilanzen gelten, sollten Drittmittel auf die Laufzeitjahre verteilt werden. Dies kann pauschal erfolgen, also 100.000 Euro in genanntem Fall auf jedes Jahr der Laufzeit.

 

Frage: In den Forschungsjahresbericht meiner Hochschule stehen bei meinen Projekten falsche Zahlen bzw. wurde meine Projekte vergessen. Was jetzt?

Antwort: Wenn Sie belegen können (ggf. mit Bewilligungsbescheiden), dass Sie - auch wenn im Jahresbericht nichts oder Falsches dazu erwähnt wurde - die Drittmittel eingeworben haben und die Projekte leiten, könnenn sie trotzdem einen Antrag stellen.

 

 

Frage: Ich bin neu an der Hochschule und forschungsaktiv. Jetzt erfülle ich noch nicht die Kriterien. Wird es weitere Ausschreibungen dieser Art geben?

Antwort: Die Möglichkeit besteht - je nach Bedarfslage, verfügbaren Mitteln und Erfolg der laufenden Runde. Verbindlich zusagen können wir aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt leider noch nichts. Immerhin haben wir mit dieser Ausschreibung die zweite dieser Art erreichen können. Das mag Hoffnung für spätere Runden geben.

 

Frage: Wann gibt es eine halbe, eine ganze oder gar mehr Stellen? Muss ich das beantragen?

Antwort: Dies ist in der Ausschreibung nicht definiert. Ganz grob kann gesagt werden, dass eine ganze Stelle erst ab einem Schnitt von 300.000 Euro (entspricht gut fünf Mitarbeitern) und mehr als eine Stelle erst ab um die 500.000 Euro (gut sieben Mitarbeitern) möglich werden. Zwei ganze Stellen, wie bei der erste Runde, soll es aber wegen der geringeren Mittel nicht mehr geben. Wo die Grenzen liegen werden, wird vom Gesamtbedarf bzw. der Antragszahl abhängen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie erläutern, welche hauptsächlichen Funktionen der oder die Mitarbeiter/in ausüben soll. Ein „Arbeitsplan“ ist nicht notwendig (schließlich ist es keine Projektarbeit, bei der die Arbeitsschritte vorhersehbar sind), aber auf jeden Fall eine Tätigkeitsbeschreibung. Sie müssen also nicht „eine halbe“ oder „eine ganze“ Stelle explizit beantragen; die Zuteilung der Stellen erfolgt – wie schon erwähnt – nach Antragszahl im Verhältnis zu den verfügbaren Mitteln und natürlich auch aufgrund der Gutachterempfehlungen.

 

Frage: An unserer Hochschule leiten auch Nicht-Professoren Projekte und werben Drittmittel ein? Können diese ebenfalls Anträge stellen?

Antwort: Leider nicht. Das Programm richtet sich nur an Professorinnen und Professoren, die an unseren Hochschulen berufen sind.

 

Frage: Ich habe Drittmittelprojekte an der Uni (einen Forschungszentrum, über ein Steinbeis-TZ ...) laufen. Zählen diese auch für meine Bilanz mit?

Antwort: Nein, es zählen nur Projekte, die im Haushalt der Hochschule verbucht sind. Hier orientieren wir uns an den Vorgaben für die Jahresberichte.

 

Frage: Sind auch nicht-staatliche Hochschule, z.B. kirchliche, antragsberechtigt?

Antwort: Leider nicht. Das Programm gilt nur für die staatlichen Hochschulen des Landes.

 

Frage: Ich stehe kurz vor der Pensionierung? Macht eine Antragstellung noch Sinn?

Antwort: Wenn Sie noch mindestens zwei Jahre aktiv sind, würde ich eine Antragstellung noch empfehlen, allerdings wird die Bewilligung vom Votum der Gutachter abhängen. Aus dem Antrag muss jedenfalls hervor gehen, dass die Hochschule gewährleistet, dass Sie für den Förderzeitraum (3 Jahre) berechtigt bleiben, Projekte durchzuführen.

 

Frage: Wer begutachtet? Wie wird begutachtet?

Antwort: Die Gutachtergruppe wurde auf Vorschlag aus der RKH in Abstimmung mit der Koordinierungsstelle zusammengesetzt und besteht aus Professor/inn/en unserer Hochschulen und Professor/inn/en von HAW/FHen anderer Bundesländer. Universitäts- und Indsutrievertreter sind in dieser Gruppe nicht vertreten. Die Gutachter/innen bewerten die Anträge nach den bekannt gegebenen Kriterien und erstellen eine Art "Rankingliste" für die Stellenzuteilung. In erster Linie wird dies nach dem Drittmittelaufkommen geschehen, aber nachrangig auch nach anderen Leistungen (Publikationen, Betreuung von Promotionen, Konferenzbeiträge usw.) und der Plausibilität der Angaben zur Zukunft des Forschungsschwerpunkts.

 

Frage: Bei der letzten Runde konnte auch Sachmittel geletend gemacht werden. Jetzt nicht mehr?

Antwort: Nein, auch wieder aufgrund der niedrigeren Mittel. Es werden nur noch Personalmittel (nach den DFG-Sätzen) gewährt.

 

Frage: Wenn die DFG-Pauschalsätze nicht reichen, was dann?

Antwort: Entweder aus anderen Töpfen ausgleichen oder ggf. die Personen nur zu 90 oder weniger Prozent beschäftigen oder einen Monat weniger in Anspruch nehmen.

 

Frage: Müssen die laufenden Projekte beschrieben werden?

Antwort: Wenn die Projekttitel selbsterklärend sind, erübrigt sich eine Beschreibung (allein schon aus Platzgründen). Bei Projekttiteln mit Acronymen oder eventuell missverständlicher Formulierung sollte dann eine kurze Beschreibung erfolgen - i.d.R. wird ein Satz genügen. Oder man erläutert die gelisteten Projekte in der Beschreibung der Forschungskompetenz und -strategie.

 

Falls es weitere Fragen gibt, bitte bei mir anrufen (0621-2926393) oder ein E-Mail schicken. Bitte berücksichtigen, dass ich ab dem 13. Mai, nachmittags, bis zum Abgabetermin nicht erreichbar bin.