Häufig gestellte Fragen zur Ausschreibung „Innovative Projekte“ 2015/16

 

Abgabetermin ist bei dieser Ausschreibung Donnerstag, der 24. März 2016. Wie streng ist dieser Termin einzuhalten?

Die Erfahrung der Vorjahre zeigt, dass - egal auf welchen Termin das Ministerium die Abgabefrist setzt - es immer Anfragen gibt, ob der Antrag nicht auch noch "später" eingereicht werden kann. Dies ist offiziell nicht möglich. Es werden somit nur solche Anträge in das Verfahren aufgenommen, die am Dienstagmorgen, am 29. März (wegen Ostern!), bis 8.00 Uhr in meinem elektronischen Postfach vorgefunden werden. Alles, was später eintrifft, muss aus Gründen der Fairness zurückgewiesen werden. 

Wenn Sie einen Antrag mit erheblichen Anlagen (LOIs, Bildmaterial) senden, schicken Sie bitte zur Sicherheit noch ein E-Mail parallel dazu, in dem Sie den Versand des Antrags bestätigen. Denn es ist schon vorgekommen, dass große Dateien "abgefangen" wurden oder im Spam-Ordner landeten. Ich erhalte in solchen Fällen leider keine Mitteilung, dass dies erfolgt ist.

 

Wie soll der elektronische Versand erfolgen? 

Ideal ist, wenn Sie alle Dateien (Formular, Erläuterungen, LOIs, Stellungnahme der Hochschule/n usw.) in ein einziges pdf zusammenführen. Wir leiten die Anträge elektronisch an die Gutachter weiter. Wenn pro Antrag drei, vier oder mehr Dateien vorliegen, besteht die Gefahr, dass Teile davon aus Versehen nicht weitergeleitet oder vom Gutachter übersehen werden, was zum Nachteil des Antragstellers ist.

Hiweis: Wie bei den Hinweisen zum Ausfüllen der Antragsformulare schon steht, sollte am besten der Acrobat Professionell benutzt werden. Acrobat Reader oder gar ein "Vorschauprogramm" können - je nach Version - dazu führen, dass eingegebene Daten nach dem Speichern wieder automatisch gelöscht werden.

 

Wie hoch sind die Bewilligungschancen?

Dies ist schwer zu sagen, da nicht vorhersehbar ist, wie viele Anträge gestellt werden. In den letzten Jahren lag die Bewilligungsquote zwischen 15 und 20 %. 

 

Was bedeutet „geringer Umfang“ bei den Mitteln für kooperierende Universitäten?

Insgesamt stehen für diese Ausschreibung für die Universitäten nur voraussichtlich 100.000 Euro zur Verfügung, also 100.000 Euro für alle Unis und über die gesamte Laufzeit der neu zu fördernden Projekte hinweg. Sinn machen also nur Sach- und Reisemittel, allenfalls ein Mittel für wissenschaftliche Hilfskräfte. Eine Stelle wie in der Vergangenheit zu beantragen, sei es auch nur eine halbe oder viertel, ist zwar theoretisch noch möglich, wird aber kaum eine Chance auf Realisierung haben, da man die spärlichen Mittel sicher nicht für eine oder zwei kooperierende Universitäten ausgeben wird. Die Motivation für die Universitäten trotzdem mit unseren Hochschulen zu kooperieren, wird also in erster Linie darin bestehen, einen Doktoranden zu haben, der von der Hochschule bezahlt und im wesentlichen auch dort betreut wird.

Wichtig: Die Mittel für die Universitäten kommen aus einem separaten Budget, fallen also nicht den Mitteln für die HAW "zur Last".


 

Wie umfangreich darf ein Antrag (Anhang 1) sein?

Es gibt keine offizielle Begrenzung, allerdings liest kein Gutachter gern einen Antrag mit mehr als 20 Seiten. Versuchen Sie sich also auf rund 15 Normseiten (a ca. 3000 Zeichen) zu beschränken, die Formblätter und LOIs nicht mitgerechnet.

 

Bei Industriekooperationen kann auch – neben „Letter of intent“ – „Kooperationsvereinbarung“ angeklickt werden? Steht das nicht im Widerspruch zur Grundregel, dass ein Projekt vor Förderung nicht angefangen werden darf?

Eigentlich ja, aber wenn sich die Kooperationsvereinbarung nicht direkt auf das beantragte Projekte bezieht, sondern grundsätzlich besteht, ist eine solche nicht schädlich. In der Realität wird so ein Fall aber sehr selten vorkommen.

 

Wie kalkuliere ich die Projektkosten bei Industriekooperationen bzw. bei Kooperationen mit der Unternehmen? Was wird von deren Seite erwartet?

Hierfür gibt es eine Musterbudgetierung, die sich bei den Ausschreibungsunterlagen befindet. Diese stellt aber nur den Idealfall dar. Bei diesem Förderprogramm sind die Beteiligungen der Partner nicht zwingend, d.h., wer diese nicht gänzlich erfüllt, wird nicht vom Verfahren ausgeschlossen. Es zeigte sich in der Vergangenheit aber immer wieder, dass die Gutachter die Anteile der Partner aus der freien Wirtschaft bei der Bewertung mitberücksichtigen und Kooperationen, bei denen die Unternehmen nichts einbringen, so gut wie keine Chance haben.

Weiterhin gilt die Regel: Je größer und etablierter eine Firma ist, desto eher wird eine finanzielle Beteiligung, auch in Form von Barmitteln, erwartet.

 

Genügt es, wenn die Unternehmenspartner einen „Letter of intent“ schreiben und sich mit Barmitteln und/oder geldwerten Leistungen beteiligen?

Eigentlich sollten alle Partner auch im Arbeitsplan erscheinen, d.h. auch etwas konkret zu den Projektergebnissen beitragen. Allein die „Beobachtung“ eines Projekts und ggf. die Verwertung der Ergebnisse im Nachhinein machen eine Bewilligung unwahrscheinlich, auch dann nicht, wenn von den Partnern Mittel beigesteuert werden.

 

Was bedeutet "Kooperation mit der Zivilgesellschaft und/oder mit Kommunen"?

Vor allem in den Sozialwissenschaften gibt es i.d.R. keine Partner aus der Industrie, wohl aber Partner aus anderen, nicht-kommerziellen Bereichen (Kliniken, Pflegeheime, Sozialverbände, Kommunen, NGOs etc.). Um dies zu verdeutlichen, wurde in der laufenden Ausschreibung erstmals diese Wahlmöglichkeit eingeführt. Hier wird man nicht unbedingt erwarten, dass diese Partner Barmittel oder geldwerte Leistungen im gleichen Umfang beisteuern wie Unternehmen der freien Wirtschaft. Doch auch hier gilt: Diese Partner sollten das Projekt aktiv unterstützen, also im Arbeitsplan auftauchen.

 

Kann es auch Vorhaben mit Partnern aus der Wirtschaft und einer Universität (oder weiteren Partnern) geben?

Selbstverständlich! Solche Projekte sind sicher gern gesehen. Allerdings gibt immer, dass Wissenschaftlichkeit und Innovationshöhe das erste Kriterium für die Bewertung darstellt. Ein Vorhaben wird nicht automatisch zur Förderung empfohlen, nur weil es bestimmte Partner gibt.

 

Wer begutachtet? Wieso sind die Namen der Gutachter nirgends aufgelistet?

Die Gutachtergruppen werden immer wieder neu zusammengesetzt bzw. ergänzt. Dies erfolgt durch das MWK in Abstimmung mit dem RKH-Vorstand. In der Regel sind einzelne Gutachter für drei Antragsrunden berufen. Sofern wir die Namen veröffentlichen, das zeigte die Vergangenheit, ist die Anonymität nicht mehr gänzlich gewahrt, da die fachliche Zuordnung der einzelnen Gutachter leicht nachvollzogen werden kann und somit ersichtlich ist, wer für welchen Antrag das Hauptgutachten verfasst hat.

Die drei Gutachtergruppen (Ingenieurwissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Life Sciences) sind so zusammengesetzt, dass jeweils neben einigen Wissenschaftlern aus unseren Hochschulen Vertreter von Firmen, Universitäten und einer Hochschulen aus einem anderen Bundesland mitwirken. Alle Anträge werden in Begutachtungssitzungen diskutiert; d.h. die Entscheidung fällt nie ein Gutachter allein, sondern immer die Gruppe in ihrer Gesamtheit.