Neues aus der Hochschulforschung

Erfolge beim Bundesprogramm FH-Impuls

Das Förderprogramm "FH-Impuls" des Bundesminsteriums für Forschung (BMFT) sieht die Finanzierung von 10 Großprojekten (Forschungsverbünden mit Einbeziehung der Industrie) an den HAW mit jeweils bis zu 10 Mio. Fördervolumen vor. Das Verfahren war zweistufig: In der ersten Phase wurden 81 Anträge zu Begutachtung zugelassen, davon wurden 20 für die Ausarbeitung eines Vollantrags nach einer entsprechenden Begutachtung ausgewählt. Vier Anträge aus BW kamen in die Endrunde und alle vier werden schließlich gefördet.

Es sind dies:

  • Hochschule Aalen: Smarte Materialien und Verfahren für energieeffiziente Produkte
  • Hochschule Furtwangen: Connected Health in Medical Mountains
  • Hochschule Mannheim: Multimodiale Analytik und intelligente Sensorik für die Gesundheitsindustrie
  • Hochschule für Technik Stuttgart: Intelligente Stadt

Landesprogramm Innovative Projekte


Abgeschlossene Projekte bzw. Berichtseingang seit Herbst 2016

  • Prof. Dr. Michael Kauffeld, Hoch- schule Karlsruhe: Energieeffiziente Eisbreierzeugung auf Basis der Unterkühlungsmethode
  • Prof. Dr. Jörg Eberhardt, Hochschule Ravensburg/Weingarten: Superresolution 3D-Kamera

Berichte bzw. Informationen über die Projekte sind bei den Projektleitern erhältlich.

 

 

Antragsrunde 2015/16

Von den in der Antragsrunde 2015/16 eingereichten 57 Anträgen werden 14 gefördert. Dies sind:

  • Volker Knoblauch, Hs Aalen: Hochenergie-Lithium-Ionen-Batterien auf Basis passgenau mikrostrukturierter Elektroden und hochkompakter Zelldesigns (HE-LiB)
  • Jörg Bergemann, Hs Albstadt-Sigmaringen: ZELLREP: Innovative Methoden zum ex vivo Nachweis der Stimulation zelleigener Reparaturprozesse
  • Ulrich Ammann, Hs Esslingen: Booster-Inverter-Kombination für die Speisung von 48V-Hybridantrieben („Booster-Inverter“)
  • Marion Weise, Regine Morys, Hs Esslingen: Aneignung von Bildungsräumen durch Kinder mit Fluchtbiografie in mehrfachen Transitionsprozessen
  • Knut Möller, Hs Furtwangen: ReDMON - Respiratorisches Dauermonitoring für Alltag und Klinik
  • Maurice Kettner, Hs Karlsruhe: Entwicklung eines homogen kompressionsgezündeten Brennverfahrens unter Verwendung einer Wassereinspritzung für magerbetriebene Klein-Blockheizkraftwerke mit zuschaltbarer Aufladung zur Leistungsmodulation
  • Martin Kipfmüller, Hs Karlsruhe: StabilKran: Dynamische Berechnung von mobilen Arbeitskränen
  • Norbert Link, Karlsruhe: Maschinelles Lernen aus Relationen höherer Ordnung mittels Hypergraph-Darstellung und –Analyse (MaLRhO)
  • Matthias Mack, Hs Mannheim: Verbesserung der biotechnologischen Riboflavinproduktion durch Einbau einer flavinspezifischen Phosphatase
  • Kai Oßwald, Hs Pforzheim: Effizientes Trennen mittels High Speed Wire EDM
  • Sabine Loebbe, Hs Reutlingen: Entscheidungen für Energieeffizienz: Auswirkungen von Kultur, Verhalten und Technikdiffusion in produzierenden KMU in Baden-Württembergs
  • Rainer Luick, Hs Rottenburg: Wildpflanzenressourcen und ihre ökonomische / regionalwirtschaftliche Relevanz im Pharma- und Kosmetiksektor (PharmaHerbs)
  • Harald Thorwarth, Hs Rottenburg: Aufbereitung von Holzaschen zur individuellen Nutzung der Mineralstoffe und Spurenelemente [AMinS]
  • Gunter Hübner, HdM Stuttgart: Kombinierte Sensor-Aktor-Schnittstelle für Mensch-Maschine Interaktion

Erfolge bei horizon 2020

Im Juli 2016 erhielt das vom Fraunhofer Institut IGB geleitete Konsortium zum Vorhaben "Biomaterials for diagnosis and treatment of demyelination disorders of the Central Nervous System" den Zuschlag. Dem Verbund gehört auch eine Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Katharina Zimmermann und Frau Dr. Prof. Chrystelle Mavoungou von der Hochschule Biberach an. An die Hochschule Biberach gehen im Rahmen dieses Projektes in den kommenden zwei Jahren knapp eine Million Euro.

Weitere erfolgreiche Projekte bei horizon 2020 (Auswahl):

Sim4Blocks (Simulation Supported Real Time Energy Management in Building Blocks); Projektleitung Prof. Dr. Ursula Eicker, Hft Stuttgart, Förderlinie "Energy Efficnecy. Entwickelt werden innovative Dienstleistungen zur Laststeuerung (Demand Response (DR)) von kleinen Geschäfts- und Privatkunden an 3 Pilotstandorten (Spanien, Schweiz und Deuts; erfolgreiche DR Modelle werden anschließend auf weitere europäischen Länder übertragen (Belgien, England und Frankreich).

MARS (Mobile Agricultural Robot Swarms), Projektverantwortlicher Prof. Dr. Christian Schlegel, Hochschule Ulm. Das Projekt gehört zum Forschungskonsortium ECHORD++ (European Clearing House for Open Robotics Development Plus Plus) und beschäftigt sich mit der Vernetzung von landwirtschaftlichen Fahrzeugen bzw. "Roboterschwärmen" für den Einsatz in der Agrikultur.

Symplexity, Projektverantwortlicher an der HAW: Prof. Dr. Rainer Börret, Hochschule Aalen. Hierbei geht es um eine Optimierung der Mensch-Roboter-Interaktion. In einem teilautomatisierten Prozess bei der Oberflächenbearbeitung von Metallteilen soll der Roboter von der Erfahrung des Handpolierers lernen und der Handpolierer gleichzeitig durch den Roboter von der körperlichen Ar-beit entlastet werden. Weitere Informationen: http://www.htw-aalen.de/zot

No One Left Behind, Projektverantwortlicher an der HAW: Prof. Dr. Gottfried Zimmermann, Hochschule der Medien Stuttgart. Projektinhalt ist im weiteren Sinne die Personalisierung und Barrierefreiheit von IT-Services und Benutzerschnittstellen, die sich plattformübergreifend auf die Bedürfnisse und Vorlieben des Benutzers einstellen lassen sollen. Informationen zum Forschungsschwerpunkt von Prof. Zimmermann: www.hdm-stuttgart.de/remex.

Kooperative Promotionskollegs

Vom Wissenschaftsministerium (MWK) werden folgende kooperative Promotionskollegs seit 2016 mit einem Gesamtfördervolumen von 6,6 Mio. Euro gefördert:

  • Service Computing. Universität Stuttgart - Hochschule Reutlingen
  • Cognitive Computing in Socio-Technical Systems. Universität Ulm - Hochschule Ulm
  • Advanced in-vitro test systems for the analysis of cell-chemical interactions in drug discovery and environmental safety - inviTe. Universität Konstanz - Hochschule Albstadt-Sigmaringen
  • Intelligente Prozess- und Materialentwicklung in der Biomateriomics - IPMB.  Universität Tübingen - Hochschule Reutlingen
  • Modellierung, Entwurf, Realiseirung und Automatisierung von gedruckter Elektronik und ihren Materialien - MERAGEM. Karlsruher Institut für Technologie (KIT) - Hochschule Offenburg
  • Energiesysteme und Ressourceneffizienz - ENRES. Karlsruher Institut für Technologie (KIT) - Hochschule Pforzheim - Hochschule für Technik Stuttgart
  • Gewebeanalytik und stammzellenbasierte Diagnostik. Universität Heidelberg - Hochschule Mannheim
  • Windy Cities. Universität Stuttgart - Hochschule für Technik Stuttgart - Hochschule Esslingen
  • Promise 4.0 - Intelligente Produktionssysteme und Methoden im Kontext Indusrtrie 4.0 für KMU. Universität Stuttgart - Hochschule Esslingen - Hochschule Aalen - Hochschule Heilbronn
  • Versorgungsforschung: Collaborative Care. Universität Freiburg - Pädagogische Hochschule Freiburg - Evangelische Hochschule Freiburg - Katholische Hochschule Freiburg

Neue ZAFH (Zentren für angewandte Forschung)

 

Antragsrunde 2015/16: Die bewilligten Projekte werden in Kürze hier vorgestellt.

 

Antragsrunde 2014/15; inzwischen gestartet sind:

  • ENsource _ Urbane ENergiesysteme und Ressourceneffizienz; Leitung Prof. Dr. Ursula Eicker, HfT Stuttgart
  • MikroSens - Innovative Millimeterwellen-Sensorik für industrielle Anwendungen; Leitung: Prof. Dr. Thomas Walter, Hs Ulm
  • DiP - Digitaler Produktlebenszyklus, Leitung: Prof. Dr. Markus Till, Hs Ravensburg/Weingarten 

 

 

Drittmittelbilanz 2015

Nach der Auswertung der Jahresberichte zur Forschung von 21 staatlichen Hochschulen wurden im letzten Jahr rund 49 Mio. Euro Drittmittel (wettbewerblich) eingeworben, nochmals rund 3 Mio. mehr als im Jahr zuvor. Diese verteilen sich zur mehr als die Hälfte auf die verschiedenen Bundesprogramme (58 %), zu 14 % auf Landesprogramme, zu 8% auf Fördermaßnahmen der EU und zu 15% auf direkte Zuwendungen durch Unternehmen (Auftragsforschung). Etwa 5 % der Mittel kamen von Stiftungen, Kommunen oder anderen öffentlichen Einrichtungen und - ähnlich wie in den Vorjahren - nur 2 % von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Nicht mitgerechnet sind die Mittel des sog. „Mittelbauprogramms“ und das „Geräteprogramm“ des MWK, hauseigene Stiftungen sowie Gerätespenden und Sponsoring von Unternehmen.

Leicht gestiegen ist die Zahl der Publikationen: So wurden 538 Veröffentlichungen mit peer-review-Verfahren in Journalen (Vorjahr 447) und etwas über 2200 weitere wissenschaftliche Publikationen nachgewiesen. Erfreulich weiterhin die beachtliche Zahl von Patentoffenlegungen (52) und erfolgreich abgeschlossenen Promotionen in kooperativen Promotionsverfahren (67, Vorjahr 43).

Die auf dem Gebiet der Forschung leistungsstärksten Hochschulen waren im letztren Jahr (in alphabetischer Reihenfolge): Aalen, Esslingen, Furtwangen, Karlsruhe, Mannheim, Offenburg, Reutlingen und Stuttgart Technik.

BW-CAR (Baden-Württemberg Center of Applied Research)

Auswahlprozesse für Schwerpunkte laufen

Das BW-CAR versteht sich als Plattform für besonders forschungsaktive Professor/inn/en der HAW, mit dem Ziel, die Kompetenzen themenspezifisch zu bündeln, die Forschungsleistungen sichtbarer zu machen (durch eigene Publikationen und Tagungen), neue Vorhaben zu initiieren und den Zugang zur Promotion für die HAW (sowohl für die Absolvent/inn/en als auch den betreuenden Professor/inn/en) zu verbessern. Der Prozess zur Etablierung der Forschungsschwerpunte bzw. Forschungscluster ist weitgehend abgeschlossen. Der erste Aufnahmeprozess für die Mitglieder fand im März/April 2015 statt.

Koordiniert wird das BW-CAR von einer Geschäftsstelle mit Sitz bei der RKH-Geschäftsstelle in Stuttgart. Sie ergänzt die vorhandenen Strukturen im Bereich des Forschungsmanagements, die IAF/Forschungsreferate und die Koordinierungsstelle Forschung. Geschäftsführer ist Herr Dr. Holger Fröhlich, der zuvor u.a. als Geschäftsführer eines Sonderforschungsbereiche der DFG an der Uni Hohenheim tätig war.

Hier gelangen Sie zum Internetauftritt des BW-CAR

Leitfaden, neueste Version

Weiterhin gültig und verfügbar: Die letzte Version des "Leitfadens" (Wie funktioniert Forschung an den HAW - Version Januar 2013 / November 2014)